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Tierseuchen

Laboruntersuchungen zu Tierseuchen, Tierkrankheiten und Zoonosen

Durch serologische Untersuchungen von Blutproben, Milchproben und Tiersekreten werden anzeigepflichtige Tierseuchen, meldepflichtige Tierkrankheiten und Zoonosen (= vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten) festgestellt. Damit sollen Tierbestände vor wirtschaftlichen Verlusten und Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden.

Die serologischen Untersuchungen liefern den Nachweis, ob das Tier Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger gebildet hat. Den Untersuchungsschwerpunkt bilden Antikörpernachweise gemäß Tierseuchengesetz:

  • bei Wiederkäuern: BHV1, Leukose, BVD, Blauzungenkrankheit, Chlamydien u. a.
  • bei Schweinen: AK, ESP, PRRS, Salmonellen u. a.
  • bei Pferden: EIA, Rotz u. a.
  • bei Geflügel: ND u. a.
  • bei allen Tieren: Brucellose, Leptospirose u. a.

Die Untersuchungen sind hoch automatisiert. Für eine schnelle Bearbeitung benutzen Einsender von Tierproben (Tierhalter, Tierärzte) Barcoderöhrchen und standardisierte Einsendelisten.

Für die Einsendung von Tieren bzw. deren Organ-, Blut- oder Tupferproben sind die vorbereiteten Untersuchungsaufträge zu verwenden. Diese sind auch beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt erhältlich. 

Kontakt

TLV Abteilung Veterinäruntersuchung
Tennstedter Straße 8/9
99947 Bad Langensalza
Tel.: 0361 57-3815500
Fax: 0361 57-3815050

E-Mail: Veterinäruntersuchung

Wichtiger Hinweis

Bei der Einsendung von Rinderblutproben dürfen nur Einsendelisten aus dem Herkunfts- und Informationssystem
www.hi-tier.de verwendet werden.

Krankheits- und Zoonosediagnostik

Im Dezernat werden pathologische, bakteriologische und parasitologische Untersuchungen der Tiere durchgeführt. Die Untersuchungen der zur Sektion eingesandten Tiere dienen der Feststellung der Krankheits- und Todesursache; pathologische Befunde werden durch weitere Untersuchungen ergänzt.

Die feingewebliche (histologische) Untersuchung von Tiermaterial bildet die Grundlage der Tumordiagnostik. Hierbei wird Gewebe von Organen in hauchdünne Schnitte zerlegt (3 bis 4 µm) und angefärbt. Im mikroskopischen Bild werden auf diese Weise einzelne Zellen und eventuelle gewebliche Veränderungen sichtbar.
 
Eine Vielzahl von Tierkrankheiten und -seuchen werden durch Bakterien verursacht, für die zuverlässige Nachweisverfahren existieren. Das Probenmaterial wird auf künstlichen Nährböden gezüchtet, d. h. angereichert, damit eine genaue Bestimmung des Erregers möglich wird. Die Anzucht erfolgt u. a. an Organmaterial, Foeten, Abortsubstraten, aber auch eingesandte Tupfer oder Kotproben werden analysiert. Durch die Bestimmung der Resistenz der Keime (Bakterien und Hefen) gegen bestimmte Antibiotika können den Tierärzten gezielte Behandlungen ermöglicht werden.

Mittels Anzuchtverfahren werden auch mykologische Untersuchungen zum Nachweis krankheitserregender Pilze in Organen oder von der Haut durchgeführt.

Im Laborbereich Parasitologie und Bienenkrankheiten werden mit bestimmten Anreicherungsverfahren Kotproben und verendete Tiere auf Endoparasiten (Protozoen, Würmer) untersucht. Ebenso werden Untersuchungen zum Nachweis von Parasiten im Blut durchgeführt. Für den Nachweis von Ektoparasiten (z.B. Flöhe, Läuse, Zecken) wird meist Hautgeschabsel untersucht.

Zu den Aufgaben des Dezernates gehören auch der Fisch- und Bienengesundheitsdienst des Freistaates Thüringen. Die Diagnostik von Fischkrankheiten umfasst die Sektion verendeter Fische, Gewässerprobenuntersuchungen und die regelmäßige Betreuung von Fischzuchtbetrieben (amtliche Untersuchungen direkt in den gewerblichen Fischzuchtbeständen und Reproduktionsbeständen der Sportfischer). Darüber hinaus werden Bienen und Wabenteile auf Bienenkrankheiten und Bienenparasiten untersucht. Im Rahmen des Bienengesundheitsdienstes erhalten Imker Empfehlungen zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten.

Externe Trichinenuntersuchungsstellen

Im Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) sind 39 externe Trichinenuntersuchungsstellen in Thüringen und Sachsen rahmenvertraglich gebunden. Sie unterliegen der Fachaufsicht und den Qualitätsmanagementvorgaben des TLV und werden regelmäßig durch interne und externe Gutachter bewertet, z.B. durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH.

Damit garantiert der Freistaat Thüringen die ganzjährige flächendeckende Untersuchungsmöglichkeit von Schwarzwild und Haarwild auf Trichinellen unter den hohen Qualitätsstandards des TLV.

Hinweise

  1. Die zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter legen im Vorfeld diejenigen Trichinenuntersuchungsstellen fest, denen der Jäger bzw. Jagdausübungsberechtigte die Proben zur Untersuchung zu übergeben hat. Eine freie Wahl der Trichinenuntersuchungsstelle durch den Jäger bzw. Jagdausübungsberechtigten ist somit nicht vorgesehen (Erlass vom 13. Oktober 2010 bezüglich Übertragung der Befugnis zur Probenahme nach § 6 Abs. 2, Ziffer 6, Tierische Lebensmittel-Überwachungsverordnung).

  2. Vor der erstmaligen Probenanlieferung muss sich der Jäger bzw. Jagdausübungsberechtigte mit der jeweiligen Trichinenuntersuchungsstelle zur Absprache der Probenannahme- und Untersuchungszeiten sowie der bestehenden Untersuchungskapazität in Verbindung setzen.

Kontakt

TLV Abteilung Veterinäruntersuchung
Tennstedter Straße 8/9
99947 Bad Langensalza
Tel.: 0361 57-3815500
Fax: 0361 57-3815050

E-Mail: Veterinäruntersuchung

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz