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Tiergesundheit

Gesunde Tiere bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Tierproduktion sowie sichere und schmackhafte Lebensmittel tierischer Herkunft. Die Erhaltung ihrer Gesundheit durch moderne, tierschutzgerechte Haltungsbedingungen, wirksame Maßnahmen zur Förderung der Tiergesundheit sowie zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen ist deshalb sowohl Grundanliegen des Verbraucherschutzes als auch bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Der Schutz vor Tierseuchen verlangt ein gut koordiniertes Handeln aller Beteiligten, vom Tierhalter über den Vermarkter bis hin zu Amtstierärzten und Landesbehörden. Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz übt dabei die Fachaufsicht über die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter (VLÜÄ) in den Landkreisen und kreisfreien Städten aus. Dies umfasst die Bereiche:

  • Tierseuchenbekämpfung
  • Tierkörperbeseitigung
  • Tierschutz
  • Tierarzneimittelverkehr

Auf dem Gebiet der Tierseuchenbekämpfung geht es vorwiegend darum, die Einschleppung von Tierseuchen nach Thüringen zu verhindern. Zu diesem Zweck arbeiten tierhaltende Betriebe mit einem Betriebsnummernsystem, das im Falle einer Tierseuche sofort alle relevanten Daten der Nutztierbestände  zur Verfügung hält.

Fördermittel werden u.a. für die Errichtung von Tierheimen, Transport-Versorgungsstellen für Tiere und die Verbesserung der Unterbringung von Tieren in Tiergärten bewilligt. Weitere Aufgaben sind die Registrierung und Genehmigung von Tierversuchen und die Kontrolle des pharmazeutischen Großhandels mit Tierarzneimitteln sowie die Herstellung bestimmter Arzneiformen für Tiere.

Kontakt

TLV Abteilung gesundheitlicher und technischer Verbraucherschutz
Tennstedter Straße 8/9
99947 Bad Langensalza
Tel.: 0361 57-3815200
Fax: 0361 57-3815020

E-Mail: Abteilung2

Beruf: Tierarzt

Tierärztinnen und Tierärzte benötigen für ihre Tätigkeit eine Approbation oder eine Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des tierärztlichen Berufs nach § 11 Bundes-Tierärzteordnung (BTÄO). Diese erhalten Sie auf Antrag beim Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV). Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann nach § 15b BTÄO eine Genehmigung für das Ausüben bestimmter tierärztlicher Tätigkeiten erteilt werden. Diese Genehmigung ist an Bedingungen geknüpft und wird befristet erteilt.

Informationen zur Antragstellung finden Sie hier:

Informationen zu speziellen Tierkrankheiten

  • Blauzungenkrankheit - Bluetongue Disease

    Die Blauzungenkrankheit (englisch Bluetongue, BT) ist eine durch Stechmücken der Familie der Gnitzen (Gattung Culicoides) übertragene Viruserkrankung der Wiederkäuer. Die aus Afrika stammende Tierkrankheit ist keine Zoonose, d.h. nicht auf den Menschen übertragbar.

    Deutschland gilt seit 2012 als BT-frei. Davor gab es amtlich festgestellte Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit in Thüringen letzmalig im September 2007 und in Deutschland Ende 2009. Die Monitorings 2010 und 2011 ergaben keine Hinweise auf eine Viruszirkulation.

    Seit Dezember 2018 wurden wieder einzelne Krankheitsfälle aus Deutschland gemeldet.

    Impfempfehlung zur Blauzungenkrankheit
    Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI)

    Wiederauftreten der Blauzungenkrankheit
    Information des BMEL (Dezember 2018)

    Blauzungenkrankheit (Bluetongue - BT)
    Informationen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Schweiz

  • Bovine Virusdiarrhoe (BVD)

    Die Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease (BVD/MD) ist eine durch das Bovine Virusdiarrhoe Virus (BVDV) verursachte Infektionskrankheit bei Rindern. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. Wirtschaftliche Berechnungen in verschiedenen europäischen Ländern haben ergeben, dass den Landwirten pro Jahr durch BVD Kosten zwischen 8 und 100 Euro je Kuh entstehen. Damit gehört die BVD zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Infektionserkrankungen beim Rind (Schirrmeier, 2008).

    Auch in Thüringen gibt es zahlreiche Rinderhaltungen, so dass eine BVD-Seuche zu enormen wirtschaftlichen Verlusten führen kann, z. B. durch Fruchtbarkeitsstörungen, verminderte Milchleistung, Geburt lebensschwacher und missgebildeter Kälber. Vor allem die Infektion trächtiger Rinder führt über persistent infizierte Kälber zur dauerhaften Aufrechterhaltung von Infektionsketten.

    Wirksame Hygienemaßnahmen, Zukäufe aus gesunden Beständen und konsequente Schutzimpfungen tragen dazu bei, das Infektionsrisiko deutlich zu vermindern.

    Aufgrund ihrer hohen wirtschaftlichen Bedeutung wurde die BVD/MD am 3.November 2004 in Deutschland in die Liste der anzeigepflichtigen Tierseuchen aufgenommen. Die "Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus" (BVDV-Verordnung) trat am 1. Januar 2011 in Kraft.

    Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV) - Merkblatt für Landwirte, Viehhändler und Tierärzte
    Seit dem 1. Januar 2011 besteht nach der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus die Verpflichtung für jeden Landwirt, jedes Rind seines Bestandes innerhalb der ersten sechs Monate nach Geburt bzw. vor dem Verkauf (falls dieser eher geschieht) auf BVDV untersuchen zu lassen.

    Vollzug der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV-Verordnung)  
    Anordnung eines Impfverbotes gegen den Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV)  ab dem 1. Januar 2021; Veröffentlichung im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 51/2020 (S. 338)

  • Informationsmaterial von der BVD-Tagung 2010

Weiterführende Informationen und Dokumente

Widerruf der Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Geflügelpest
Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen im Freistaat Thüringen, gültig ab 26.05.2021

Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Geflügelpest
Abgabe von Geflügel im Reisegewerbe

Allgemeinverfügung zur Genehmigung der freiwilligen vorbeugenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit
Originaltext im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 10/2018

Allgemeinverfügung zur Genehmigung der freiwilligen vorbeugenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit
Vollzug der EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung

Mehr Schutz vor Antibiotika-Resistenzen durch Regelungen im Arzneimittelgesetz
Informationen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Varroatose
Auf der Grundlage der Bienenseuchen-Verordnung hat das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) am 14. Mai 2019 eine Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Varroatose für alle in Thüringen gehaltenen Bienenvölker erlassen.

Hinweise zu den Anwendungs- und Abgabe-Belegen (AUA-Belege)
Für Nachweise gemäß § 13 Abs. 1 der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV)

Tularämie (Hasenpest)
Hinweise und Maßnahmen

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz