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Flüsssiger Betonmörtel wird in ein Fundament gegossen, gelbe Gummistiefel

Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" 2022

Den Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" 2022 überreichte am Montag, den 11. Juli 2022, die Thüringer Arbeits- und Gesundheits­ministerin Heike Werner an das Azubi-Team der Thales Deutschland GmbH aus Arnstadt. Drei Vertreter des Unternehmens waren ins Zinzendorfhaus nach Neudietendorf gekommen, um die Würdigung entgegenzunehmen. Die zum Wettbewerb einge­reichte Maßnahme wurde mit 7.500 € belohnt. „Wir sind noch immer vollkommen überwältigt und freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagte Ausbildungsleiter Robert Gärtner nach der Veranstaltung.

Unter seiner Betreuung hatte eine Gruppe von sechs Auszubildenden der Elektro­technik eine Maßnahme zur Visualisierung der Schaltzustände an den Arbeits­plätzen der Elektroausbildung realisiert.

Die Ministerin hob in ihrem Grußwort zum Auftakt der Verleihungsveranstaltung hervor, dass das Engagement im Arbeitsschutz ein zunehmend wichtiger werdender Wettbe­werbsfaktor ist, denn bei der Gewinnung von Fachkräften stellten junge Bewerber immer öfter auch Fragen zu den Arbeitsbedingungen in den Unternehmen. Sie würdigte zugleich das Engagement der Arbeitsschutzverwaltung, die wie auch die Betriebe enorme zusätzliche Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie zu bewältigen hatte.   

Die in Thüringen bereits seit 2000 stattfindende Ehrung wird für innovative Lösungen zur Erhöhung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz vergeben. In der Wettbewerbsphase 2021/2022 gingen in der Abteilung Arbeitsschutz im Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz acht Bewerbungen ein.

Als weitere Maßnahmen, die über den gesetzlich geforderten betrieblichen Arbeitsschutz hinausgehen, wurden mit einer Anerkennungsprämie von jeweils 500 € geehrt:

  • Die Thüringer - Fleisch- und Wurstspezialitäten Rainer Wagner GmbH Dornheim
  • Stahlwerk Thüringen GmbH in Unterwellenborn
  • TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG in Saalfeld
  • Wiegand GmbH in Schlotheim
  • FEUER powertrain GmbH & Co. KG in Nordhausen

Wer war Johannes Bube?

Der Name Johannes Bube steht für einen 1687 in Seebergen bei Gotha geborenen Arzt, der 1721 über die so genannte „Seeberger Steinbrecherkrankheit“ promovierte. Die Dissertation setzte sich mit dem Krankheitsbild der Silikose in Verbindung mit Tuberkulose der in den Seeberger Steinbrüchen Beschäftigten auseinander. Sie stellt den zurzeit ältesten historischen Beleg für die richtige Deutung einer arbeitsbedingten Krankheit in Thüringen dar.

Der Preis

Im Jahr 2000 wurde der Thüringer Arbeitsschutzpreis erstmalig verliehen. Der aktuell alle zwei Jahre zu vergebende Preis besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld. Die Auszeichnung wird für bereits realisierte innovative und modellhafte Lösungen zur sicherheitsgerechten und gefährdungsfreien Gestaltung von Arbeitsplätzen, Technologien und Produkten verliehen. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.

Besonders gefragt sind Lösungen, die über das im Arbeitsschutzrecht geforderte Sicherheitsniveau hinaus gehen, die eine humane Gestaltung von Arbeitsplätzen und zugleich die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sichern, die zur Schaffung von wettbewerbsfähigen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen in Thüringen beitragen und/oder in der Aus- und Fortbildung zur Anwendung kommen.

Eine sechsköpfige Jury wählt aus den eingereichten Vorschlägen die Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung aus. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.

Kontakt

TLV Abteilung Arbeitsschutz
Karl-Liebknecht-Str. 4
98527 Suhl
Tel.: 0361 57-3814400
Fax: 0361 57-3814203

E-Mail: Abteilung6

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz