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Vorgesetzter schaut zusammen mit Arbeiter in ein mobiles Gerät, beide stehen in einem Lager, im Hintergrund ein Mann mit Gabelstapler

Arbeitsschutz

Gesundheitliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht jedes Menschen in unserem Land. Dazu gehört auch und vor allem die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten und Dritten bei der Arbeit oder infolge der Arbeit. Kernaufgaben sind die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten, die Vermeidung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und die menschengerechte Gestaltung der Arbeit.

 

Arbeitsschutzorganisation

Moderner Arbeitsschutz ist mehr als die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten: Er fördert gesundheitsgerechte Arbeitsplätze, erhöht die Qualität der Arbeit und die Zufriedenheit der Beschäftigten, senkt betriebliche Ausfallkosten und ist damit ein Beitrag zur Sicherung des betrieblichen Erfolgs. Die Organisation des Arbeitsschutzes muss deshalb immer eingebunden sein in die betrieblichen Führungs- und Ablaufsstrukturen.

Auch die Beschäftigten sind durch das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, aktiv mitzuwirken.

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

GDA–ORGAcheck
Der GDA–ORGAcheck ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Arbeitsschutzorganisation zu überprüfen und zu verbessern.

Kontakt

TLV Abteilung Arbeitsschutz
Karl-Liebknecht-Str. 4
98527 Suhl
Tel.: 0361 57-3814400
Fax: 0361 57-3814203

E-Mail: Abteilung6

Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube"

Der Thüringer Arbeitsschutzpreis wird vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) alle zwei Jahre verliehen. Geehrt werden Unternehmen und Institutionen in Thüringen, die für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit innovativen Ideen und Lösungen einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.

Am Wettberwerb für 2019 beteiligten sich 12 Unternehmen. Folgende Thüringer Unternehmen erhielten am 15. April 2019 die Ehrung mit dem Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" aus den Händen von Sozialministerin Heike Werner.

  • Deuna Zement GmbH, Standort Deuna (Maßnahme: Absturzsicherung Kugelmühlen),
  • Dresdner Kühlanlagenbau GmbH, Standorte in Thüringen Erfurt, Jena, Meiningen (Maßnahme: Digitalisierung der Arbeitsplatzinspektion) und
  • DRK Kreisverband Meiningen e.V. Standort Meiningen (Maßnahme: Anschaffung eines elektrischen Treppensteigers).

Der Wettbewerb für den Thüringer Arbeitsschutzpreis 2021 wurde um ein Jahr verschoben. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 soll der infolge der Corona-Pandemie abgesagte Thüringer Arbeitsschutztag nachgeholt werden. Damit wird der nächste Arbeitsschutzpreis 2022 vergeben werden. 

Wer war Johannes Bube?

Der Name Johannes Bube steht für einen 1687 in Seebergen bei Gotha geborenen Arzt, der 1721 über die so genannte „Seeberger Steinbrecherkrankheit“ promovierte. Die Dissertation setzte sich mit dem Krankheitsbild der Silikose in Verbindung mit Tuberkulose der in den Seeberger Steinbrüchen Beschäftigten auseinander. Sie stellt den zurzeit ältesten historischen Beleg für die richtige Deutung einer arbeitsbedingten Krankheit in Thüringen dar.

Der Preis

Im Jahr 2000 wurde der Thüringer Arbeitsschutzpreis erstmalig verliehen. Der aktuell alle zwei Jahre zu vergebende Preis besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld von maximal 4.000 Euro. Die Auszeichnung wird für bereits realisierte innovative und modellhafte Lösungen zur sicherheitsgerechten und gefährdungsfreien Gestaltung von Arbeitsplätzen, Technologien und Produkten verliehen. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.

Besonders gefragt sind Lösungen, die über das im Arbeitsschutzrecht geforderte Sicherheitsniveau hinaus gehen, die eine humane Gestaltung von Arbeitsplätzen und zugleich die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sichern, die zur Schaffung von wettbewerbsfähigen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen in Thüringen beitragen und/oder in der Aus- und Fortbildung zur Anwendung kommen.

Eine sechsköpfige Jury wählt aus den eingereichten Vorschlägen die Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung aus. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.

Weitere Informationsquellen

Arbeitsschutzberichte des Freistaats Thüringen
Seite des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF)

GDA-Portal
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist eine Initiative von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern mit dem Ziel, das Arbeitsschutzsystem in Deutschland zu modernisieren.

GDA-Programm ORGAcheck (GDA ORGA)
Der GDA–ORGAcheck ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Arbeitsschutzorganisation zu überprüfen und zu verbessern. Damit trägt der GDA-ORGAcheck sowohl dazu bei, die Potenziale eines gut organisierten Arbeitsschutzes für die störungsfreie Arbeitsorganisation zu nutzen, als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu unterstützen.

GDA-Programm Psychische Belastungen am Arbeitsplatz (GDA Psyche)
Stress, Burn Out, Depressionen: Der Anstieg von Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentungen, die auf psychische Belastungen zurückzuführen sind, ist alarmierend. Hinzu kommt, dass es vielerorts an dem Wissen um die richtigen Präventionsmöglichkeiten fehlt. Hier setzt das GDA-Arbeitsprogramm Psyche an.

GDA-Programm Muskel-Skelett-Erkrankungen GDA MSE)
Muskel-Skelett-Erkrankungen stellen die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Mit dem Programm "Prävention macht stark – auch deinen Rücken" wollen Bund, Länder und Unfallversicherungsträger in einer gemeinsamen Initiative Betriebe und Unternehmen dabei unterstützen, die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlicher zu gestalten und die Beschäftigten in ihrer Gesundheitskompetenz stärken. Unter www.gdabewegt.de finden Interessierte ausführliche Informationen zum GDA-Programm.

GDA-Abschlussbericht Strategieperiode 2008 bis 2012
Abschlussbericht zur Dachevaluation der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)
Strategieperiode 2008 bis 2012 (Stand 27. Juni 2014)

GDA-Abschlussbericht Strategieperiode 2008 bis 2012 (Kurzfassung)
Kurzfassung des Abschlussberichts zur Dachevaluation der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) Strategieperiode 2008 bis 2012 (Stand 27. Juni 2014)

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz